| Serversysteme |
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Unixbetriebssysteme sind bereits seit Jahren die weltweit am weitesten verbreiteten Serverbetriebssysteme. Die Open-Source-Philosophie, die leichte Erweiterbarkeit und der hohe Sicherheitsstandard lassen diese Betriebssysteme nicht nur im universitären und im privaten Bereich erfolgreich sein, sondern auch in Unternehmen von KMU-Größe bis hin zu Global Playern wie IBM. Exemplarisch werden hier zwei herausragende Anwendungen für den Serverbereich vorgestellt, um die Kompetenz, Effizienz und Qualität von Linux und Open Source zu demonstrieren: Apache repräsentiert den am weitesten verbreiteten Webserver und Samba einen Fileserver, der problemlos alle Systeme Ihres Netzwerks zusammenführen kann. Apache ist ein ehemaliges Projekt der NCSA
(National Center for Supercomputing Applications) an der University of
Illinois, Urbana-Champaign, und wurde bereits 1994 erfolgreich
eingesetzt. Nach Einstellung der Entwicklung an der
Universität
entschloss sich eine kleine Gruppe von Nutzern, ihre
Entwicklungsbemühungen zu bündeln und
gründete 1995 das
Apache-Projekt. Seitdem wird die Entwicklung von einer weltweiten
Gemeinschaft von Anwendern und Entwicklern betrieben und weltweit kostenlos zur
Verfügung gestellt. Der Apacheserver ist ein standardkonformer HTTP/1.1-Server, entsprechend der RFC2616, und nicht nur für Linux, sondern auch für andere Betriebssysteme verwendbar (wie z.B. MS Windows) und wartet mit einem breiten Funktionsspektrum auf:
Samba ist im Gegensatz zu Apache,
von der technischen Grundlage, ein kommerzielles Produkt und
wurde für die Linuxplattform implementiert. Samba ist ein
CIFS-
oder SMB-Server und wurde auf Grund eines Namenkonflikts von SMB auf
Samba umgetauft. Die technischen Grundlagen wurden in kombinatorischer
Arbeit von IBM und Microsoft entwickelt, um mehrere DOS/Windows-Computer
im Netzwerk miteinander zu verbinden. Samba-Server verhalten sich wie ganz normale DOS/Windows-Fileserver und ermöglichen somit die Zusammenarbeit der beiden Betriebssystemwelten Linux und Windows. Dementsprechend gestalten sich auch die optionalen und Grundfunktionen:
Samba wird heute in vielen Unternehmen und Funktionen eingesetzt und von einer unabhängigen Community von Programmierern weiterentwickelt. Derzeit steht die Version 3.0 zur Verfügung. Die Relevanz und das Gewicht dieses Projektes zeigen sich am besten daran, dass Microsoft Samba auf sein sogenanntes "Halloween Document" gesetzt hat, in dem intern alle gefährlichen Konkurrenten der Firma gelistet werden. Weiters vertreiben auch große, für ihre Systemkompetenz bekannte, Firmen Samba mit ihren Produkten (z.B. Silicon Graphics). |